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Video-Link: https://youtu.be/Jc8mXvzZkYU

TEAM IRIEDAILY GOES HELLAVIV

Wer an Israel denkt, hat nicht unbedingt Skateboarding als allererste Assoziation im Kopf. Viel mehr denkt der gemeine Deutsche an die Nazizeit, Bombenangriffe im Gazastreifen und den Nahostkonflikt.

Als ich erzählte, dass wir vorhaben nach Israel zu reisen, hörte ich immer wieder seltsame Kommentare und erntete verwundertes Kopfschütteln auf Grund der Wahl des Urlaubslandes.
Zugegeben die Einreise dauerte etwas länger als in anderen Ländern, da man ausführlichst befragt wird warum man denn nach Israel reisen möchte, mit wem man denn einreist und was man so alles vorhat.

Auch der erste Eindruck ist eventuell etwas harsch, da einem alle paar Minuten irgendjemand mit einem Maschinengewehr über der Schulter begegnet, ob im Supermarkt an der Kasse, beim Falafel essen oder sogar am Strand.
Dieser martialische Anblick mag den Einen oder Anderen verwirren. Doch täuscht dieser sehr, denn Israelis und besonders die Einwohner von Tel Aviv sind nicht nur überaus aufgeschlossen und freundlich, sondern auch die herzlichsten Menschen, die man sich nur vorstellen kann.

Israel ist durch die relativ neue Geschichte und die daraus resultierende Zuwanderungspolitik ein Schmelztiegel unterschiedlichster Kulturen. Hier treffen nicht nur die verschiedenen Religionen aufeinander, sondern Amerikaner auf Russen, Asiaten auf Afrikaner und Araber auf Europäer und alle leben zusammen in einer der aufregendsten Städte der Nordhalbkugel.

Wenn man durch die Strassen Tel Avivs mit seinem Skateboard rollt, dauert es garantiert nicht lange bis man von einheimischen Skateboardern angesprochen wird, das Skateboard steht symbolisch für Gleichgesinntheit und Verbundenheit. So dauert es wirklich nicht lange, bis man Kontakt zur hiesigen Skateszene hat. Ein Haufen Skateboardverliebter Jungs, die immer Lust auf eine gute Session haben, egal wann und wo. Sollte die nächste Session mal etwas außerhalb liegen, wird keine Mühe gescheut alle möglichen Autos zu organisieren, um Gäste, wie uns, zum nächsten Spot zu transportieren. Skatetechnisch hat Israel alles zu bieten, was das Herz begehrt. Plazaspots mit guten Curbs, DIY-Spots, ob out- oder indoor und Megaskateparks, die gerade überall aus dem Boden sprießen.

Bei Anbruch der Dunkelheit wird gerne noch zusammen etwas gegessen und noch viel lieber ein etwas überteuertes Bier getrunken. Wie das Bier ist übrigens fast alles in Israel nicht gerade günstig.
Wer dann noch nicht genug hat, kann in einer der unzähligen Bars oder Clubs den Tag ausklingen lassen.

So hatten wir unvergessliche Tage und Abende mit vielen neuen Erfahrungen und noch mehr neuen Freunden, die uns gerne an Israel denken lassen und unser Herz erwärmen.

Wir danken allen die wir auf unserer Reise getroffen haben und mit denen wir eine gute Zeit hatten. Hoffentlich bis bald.


Text: Sam (IRIEDAILY)
Photos: Henrik Biemer
Skateteam: Kim Wibbelt, Ronald Hirsch aka Hirschi, Patrick Rogalski aka Rogge, Valeri Rosomako aka Valle